Die Öffnung der Tumba

Werden im Sarkophag die vermuteten menschlichen Überreste liegen? Und wenn ja, wie viele?

Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wollen den ersten Teil des Rätsels um die Tumba (Hochgrab) im Arnsberger Kloster Wedinghausen lösen: Was befindet sich in dem Sarkophag, nachdem der 1,6 Tonnen schwere Deckel der Tumba entfernt ist? Befinden sich dort wirklich die Überreste von Klostergründer Heinrich I., dessen Sohn, Heinrich II. und dessen Ehefrau Ermengard, die im frühen 13. Jahrhundert gestorben sind?

 

Um die Tumba zu öffnen, sind einige Vorarbeiten nötig: Zunächst muss eine Fachfirma die zwei je 800 Kilogramm schweren auf dem Deckel liegenden Figuren aus Anröchter Sandstein entfernen. Bevor die Experten dann den 20 Zentimeter dicken Deckel mit einem speziellen Kransystem abnehmen können, müssen sie vorsichtig die Fugen bearbeiten.

 

Der Kopfnischensarkophag ist aus einem 800 Jahre alten Stück Baumberger Sandstein gearbeitet. In dieser Form sind nur Sarkophage aus Bestattungen des Adels und des hohen Klerus bekannt. Von daher könnte es sich bei dem jetzt aufgefundenen Kopfnischensarkophag tatsächlich um den Sarkophag von Heinrich I. handeln. Doch ob es wirklich die Überreste des Grafen und seiner Familie sind, werden DNA-Untersuchungen zeigen. Für die DNA- und C14-Analysen werden die Knochen zum Zentrum für Humangenetik nach Mannheim geschickt. Darüber hinaus wird die Tumba Gegenstand der Bauforschung sein. LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler und LWL-Archäologe Wolfram Essling-Wintzer sind jetzt schon gespannt auf das Ergebnis der Analysen, das in etwa acht Monaten erwartet wird.

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